Neubau Feuerwehrgerätehaus Nieschütz

Errichtung eines neuen Feuerwehrgerätehaus an der Teichstraße in Nieschütz

Projektdaten

Auftraggeber / Bauherr Gemeinde Diera-Zehren OT Nieschütz
Architekt Klett Ingenieur GmbH NL Meißen
Leistungszeit / Bauzeit 08/2014 – 10/2015, 11/2015 – 10/2016
Leistung Anlagengruppen Bauwerk - Baukonstruktion, Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen, Wärmeversorgungsanlagen, Lufttechnische und Starkstromanlagen, Fernmelde- und informationstechn. Anlagen, Außenanlagen und Ausstattung
Leistungsphasen LP1 - LP9
Auftragsvolumen 1,0 Mio €
Projektbeschreibung

Errichtung eines neuen Feuerwehrgerätehaus auf den Flurstücken 315/5 und
330 an der Teichstraße in Nieschütz als eingeschossiges Gebäude mit Satteldach unter Berücksichtigung der Vorgaben der DIN Norm 14092 sowie den Randbedingungen aus Brandschutzbedarfsplanung und örtlichem Nutzungskonzept. Im Rahmen der Vorplanung entstand nach der abschließenden Festlegung der Raumflächen in Abstimmung mit dem Kreisbrandmeister des Landkreises Meißen und unter Einbeziehung der Unfallkasse Sachsen der Gebäudegrundriss mit der Raumaufteilung bzw. Raumnutzung. Aufgrund der doppelt vorzuhaltenden Besetzung der Einsatzfahrzeuge ist die doppelte Anzahl der auf den Fahrzeugen vorhandenen Sitzplätze als Berechnungsgrundlage für die Flächen der Sozialräume heranzuziehen. Im vorliegenden Fall beträgt die einfache Sitzplatzanzahl 15 Einsatzkräfte. Zur weiteren Berechnung der Sozialräume erfolgt die Berechnung mit einer Sollstärke von 30 Einsatzkräften. Die Bemessung der Ausstattung erfolgt für 24 Männer und 6 Frauen.

 

Bautechnische Planung:

komplette Hoch- und Tiefbaumaßnahmen einschließlich die Herrichtung der

Außenanlagen mit einer Regenrückhalteanlage

-       Ausführung im traditionellen Mauerwerksbau mit Porenbetonsteinen

-       Einbau Rüttelboden in Fahrzeughalle, sonst Bodenbeläge aus Feinsteinzeug

-       Nachhaltigkeit durch Verwendung von Wärmedämmverbundsystem aus mineralischen Wärmedämmstoffen

 

Außenanlagen:

-       Übungsplatz mit Anschluss an Regenwasserzisterne

-       Regenwasserversickerung mit Speicherboxen

-       Waschplatz vor Fahrzeughalle einschließlich Leichtflüssigkeitsabscheider

-       16 PKW-Stellflächen mit Betonsteinpflaster, Verkehrsflächen aus Asphalt

-       Grünflächen mit ca. 15 Großbäumen (Ersatzmaßnahme), Sträuchern, Rasensaat

 

Haustechnikplanung:

-       Sanitärobjekte inkl. Abwasser- und Wasseranlagen

-       Trinkwasserversorgung aus öffentlichem Trinkwassernetz

-       Installation einer Druckluftringleitung in Fahrzeughalle mittels Kompressor im   

Hausanschlussraum

 

-       Wärmeversorgung durch Flüssiggas über Gasbrennwerttherme

-       Beheizung Fahrzeughalle mit Umluftheizern, Werkstattbereich über Heizkörper und Sozialbereiche mittels Fußbodenheizung

-       Konzipierung der Belüftung aller Räume durch natürliche Lüftung über Fenster und maschinelle Be- und Entlüftung der Sanitär- und Umkleideräume mit Wärmerückgewinnung

-       Zu- und Abluft Netzersatzanlagen, Fahrzeugabgas-Absauganlage

-       Absicherung der Elektroversorgung über stationäres Netzersatzaggregat nach DIN  14092

-       Errichtung einer NS-Hauptverteilung  in Schrankbauweise

-       Installation von Beleuchtungsanlagen nach DIN EN 12464

-       Schutz des Gebäudes durch eine Blitzschutzanlage BSK III

-       Einrichtung von Telekommunikationsanlagen, Einbruchmeldeanlage, dienstneutrales Datennetz

 

Nachhaltigkeit:
In der Grundlagenermittlung erfolgte eine Betrachtung für Nutzungsmöglichkeiten erneuerbarer Energien gemäß EEWärmeG.
Im Ergebnis der Untersuchung, der Standortsituation des Objektes und dessen Nutzung, wurde ermittelt, dass eine Nachhaltigkeit für den Neubau des Gebäudes vorrangig durch eine verbesserte Dämmung der Umfassungshülle erzielt werden kann. Als Wandmaterial wurden Ytong-Planblöcke mit einer hervorragenden Dämmung verwendet. Ergänzend sind ohne zusätzliche Schalung und der Gefahr von Wärmebrücken in den Eckbereichen und an Stellen mit statisch notwendigen Stahlbetonstützen Schalungssteine im System zur Ausführung gekommen.
Ergänzend erfolgt die Dämmung der Fassade mit einem WDVS mit mineralischen Wärmedämmplatten. Das ökologische und nichtbrennbare Material erlaubt einen unbedenklichen Einsatz. Die Be- und Entlüftung der Sanitär- und Umkleideräume erfolgt mit einer Wärmerückgewinnung. Damit können bis zu 80% an Wärmeenergie bei der Be- und Entlüftungsanlage eingespart werden. Das anfallende Regenwasser wird am Standort versickert. Als Versickerungssystem kommen Speicherboxen zur Anwendung. Der Versickerungsanlage ist eine Regenwasserzisterne vorgeschaltet. Dadurch besteht die Möglichkeit  zur Praktizierung von Löscheinsätzen im Rahmen von Übungen und die Bewässerung der Grünflächen ist möglich.

Durch Versickerung am Standort erfolgt keine Beeinträchtigung des Grundwasserspiegels und es erfolgt keine Überlastung des öffentlichen Kanalnetzes. Im Ergebnis der nachhaltigen Neubaumaßnahmen reduzieren sich die Entsorgungskosten und die laufenden Kosten für Energie.

 

Wesentliche Parameter zum Bauvorhaben:

Planungszeitraum + Bauzeit:

08/2014 – 10/2015 + 11/2015 – 10/2016

Fertigstellung + Übergabe:                        

10/2016 + 26.11.2016

geplante Gewerke:                            

Bauwerk – Baukonstruktion

 Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen                                                                     Wärmeversorgungsanlagen

Lufttechnische und Starkstromanlagen

Fernmelde- und informationstechn. Anlagen  

Außenanlagen und Ausstattung       

Bearbeitete HOAI-Phasen:

LP 1 – 9

BGF/HNF/BRI:                                            

485 m²/427 m²/2.563 m³

Gesamtbaukosten (brutto):                       

ca. 1.002.000 €

Kosten Gewerke (brutto):                         

KG 300:                     630.000 €

KG 410/420/430:       93.000 €

KG 440/450:              87.000 €

KG 500:                      137.000 €

KG 600:                        55.000 €